Bücher zur Geschichte im Großen und Ganzen - wiedergelesen

 

Hier hinterlege ich in unregelmäßiger Folge kurze Texte zu lesenswerten Büchern, die mir begegnet sind. Inhaltlich geht es um alles, was mit Geschichte im Großen und Ganzen zu tun hat. Berücksichtigt werden ältere Veröffentlichungen: Standardwerke ebenso wie eher entlegene oder fast vergessene Schriften. Denn auf diesem Gebiet ist nicht alles veraltet, was von früher stammt. Bei den Kommentaren, Interpretationen und Anmerkungen, die ich schreibe, handelt es sich in gewisser Weise um Buchbesprechungen im Nachhinein – freilich ohne dass die Formen einer Rezension immer genau eingehalten werden.

Wie ich auf dieses Thema gekommen bin und was es bedeutet, habe ich an anderer Stelle kurz erläutert (siehe hier). 

 

Über Karl Löwith, Mein Leben in Deutschland vor und nach 1933 (1940)

Karl Löwith (1897–1973) hat die Geistesgeschichte des europäischen Nihilismus geschrieben und wandte sich von einem überdehnten geschichtlichen Denken ab, das dem „Zeitgeist“ unterworfen ist. Ein posthum veröffentlichter Bericht über seine Erfahrungen im nationalsozialistischen Deutschland und im Exil lässt erkennen, wie stark das Jahr 1933 auch geistig für ihn zu einem Wendepunkt wurde.

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Über Karl-Georg Faber, Theorie der Geschichtswissenschaft (1971)

„Theorie“ war in den Augen von Karl-Georg Faber (1925–1982) keine Lizenz für abgedrehte Gedankenspiele, sondern ein Ort für „praktizierende Historiker, [...] über [ihre] Tätigkeit nachzudenken“. Es lohnt sich, den fast vergessenen Pionier der Geschichtstheorie in Deutschland in Erinnerung zu rufen, der durch klare Gedankenführung und begriffliche Präzision besticht.

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