Vita 

 

Studium, Zivildienst, universitäre Tätigkeit, archivarische Ausbildung

Nach dem Abitur in Tecklenburg studierte ich Geschichte, Mathematik und Philosophie vornehmlich in Münster, leistete Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz (1983-1985) und promovierte in Neuerer Geschichte (1988). Für meine Dissertation verlieh mir die Universität Münster eine „besondere Auszeichnung“.

Eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Didaktik der Geschichte an der Universität Gießen (1987-1989) brach ich ab, um Archivar zu werden. Ich erhielt eine Stelle als Referendar am damaligen Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, wo ich praktisch ausgebildet wurde, und besuchte die Archivschule Marburg (1989-1991).

 

Archivarische Berufstätigkeit

Danach wurde ich Leiter des – erst noch aufzubauenden – Archivs an der Universität der Künste in Berlin (bis 2001: Hochschule der Künste). Zu den umfangreichen Beständen an Schriftgut des 19. und 20. Jahrhunderts, die ich erstmals sichtete, ordnete und erschloss, gehörte u.a. das Archiv der Berliner Hochschule für Musik (1869-1975), deren Geschichte ich in meiner Freizeit erforschte.

2001 wurde mir zusätzlich die Verantwortung für die historische Bildsammlung (Sammlung für Grafik und Fotografie) anvertraut. Sie geht bis auf die Anfänge der 1696 eingerichteten brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste zurück.

Von 1999 an leitete ich – gemeinsam mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern – zweieinhalb Jahrzehnte lang durchgängig Drittmittel-Projekte, darunter fünf bei der DFG und eines beim BMBF. In diesen Vorhaben ging es nicht zuletzt um die Erschließung von Nachlässen und Sammlungen auf dem Gebiet der Musik, der Architektur und der Fotografie. 

Meine Tätigkeit war auch nach ,außen‘ gerichtet. So gab ich archivnahe Publikationen heraus (u.a. Schriften aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin, 21 Bde., 1993–2024), kuratierte Ausstellungen (u.a. Richard Strauss im kaiserlichen Berlin im Musikinstrumenten-Museum Berlin, 2001) und stellte mich für Gebäude- und Stadtführungen zur Verfügung.

Der in Berlin übernommenen archivarischen Aufgabe blieb ich mein Berufsleben lang treu. Von 2021 an erklärte ich mich dreimal bereit, meine Dienstzeit über die reguläre Altersgrenze hinaus um je ein Jahr zu verlängern. Meine Tätigkeit als Archivar endete 2024.

Näheres zu meiner archivarischen Berufstätigkeit findet sich hier.

 

Historische und archivwissenschaftliche Schriften

In thematischer Verbindung mit der archivarischen Berusftätigkeit erarbeitete ich zahlreiche Schriften zur Archivtheorie und Archivgeschichte, zur Musikgeschichte, besonders in Berlin, und zu weiteren Themen. Einige archivwissenschaftliche und musikgeschichtliche Texte von mir sind ins Englische, Französische, Polnische, Niederländische und Japanische übersetzt worden. 

 

Ehrenamtliches Engagement

Zu meinem ehrenamtlichen Engagement gehörte die Mitarbeit in der Friedrich-Kiel-Gesellschaft e. V., deren Vorsitz ich von 2009 bis 2012 innehatte. Auch war ich in der Internationalen Leo-Kestenberg-Gesellschaft e. V. aktiv; ihrem wissenschaftlichen Beirat gehöre ich bis heute an.

 

Derzeitige Interessen

Momentan befasse ich mich vertieft mit Grundfragen des historischen Denkens. Dieses Interesse geht bis auf meine Studienzeit zurück (siehe hierzu meinen Blog).

Außerdem schreibe ich monatlich eine hochschulgeschichtliche Kolumne im Musik-Newsletter der Universität der Künste Berlin.